Im Biolandbau kommen Düngemittel aus Schlachtabfällen zum Einsatz, die in der Regel aus der konventionellen Tierhaltung stammen. Auf deren Einsatz wird neu bei Kartoffeln, Kürbissen, Randen, Rüebli und Zwiebeln der Bio-Marke «retour aux sources» verzichtet.

aldi kuerbisse 1070Der Verzicht auf Dünger aus Schlachtabfällen verursacht im Biolandbau höhere Produktionskosten. Bild: zVg

Ab sofort verkauft Aldi Suisse unter der Bio-Eigenmarke «retour aux sources» schlachtabfallfreie Kartoffeln, Kürbisse, Randen, Rüebli und Zwiebeln. Durch den Verzicht auf Düngemittel aus Schlachtabfällen will das Unternehmen gemäss Medienmitteilung den Bio-Kreislauf schliessen sowie eine regionale und nachhaltige Lebensmittelproduktion fördern.

Mehr Transparenz

In der Bio-Landwirtschaft kommen Düngemittel aus Schlachtabfällen wie Blut-, Feder-, Horn- und Knochenmehlen zum Einsatz. Diese stammen in der Regel aus der konventionellen Tierhaltung. «Die Verwendung konventioneller Schlachtabfälle ist vielen Konsumentinnen und Konsumenten nicht bekannt», erklärt dazu Jérôme Meyer, Country Managing Director von Aldi Suisse.

Der Verzicht auf Dünger aus Schlachtabfällen ist nicht zwingend mit einem höheren Arbeitsaufwand verbunden, verursacht aber höhere Produktionskosten. Für mehr Bodenfruchtbarkeit verwenden die Produzent*innen von Gemüse der Marke «retour aux sources» zum Beispiel Kompost, Gründüngungen oder pflanzlich-biologische Handelsdünger. Die konventionelle Landwirtschaft greift in der Regel nicht auf Dünger aus Schlachtabfällen zurück, sondern auf chemisch-synthetische Düngemittel, weil diese in der Regel günstiger sind als Schlachtabfälle.

Wahlfreiheit für Konsument*innen

Unter der Eigenmarke «Bio Natura» verkauft Aldi Suisse weiterhin auch Bio-Gemüse, das mit Schlachtabfällen gedüngt sein kann. Die Kundinnen und Kunden haben nun die Wahl, für welches Gemüse sie sich entscheiden wollen. Aldi Suisse plant, das «retour aux sources»-Angebot auf weitere Gemüsesorten auszuweiten.

«retour aux sources»
Die Bio-Eigenmarke «retour aux sources» des Detailhandelsunternehmens Aldi Suisse nimmt die Bio Suisse Richtlinien für die Erzeugung, Verarbeitung und den Handel von Knospe-Produkten als Basis. Sie erfüllt in zahlreichen Aspekten zudem noch strengere Anforderungen. Zum Sortiment gehören Fleisch-, Eier- und Milchprodukte sowie Brot, Obst und Gemüse aus der Schweiz. Über die retour aux sources-Website können die Kund*innen zudem die Bio-Produkte chargengenau zurückverfolgen. So wissen sie, von welchen verarbeitenden Betrieben, Abpackern und Höfen ihre Produkte stammen.
retour aux sources-Gemüse erfüllt unter anderem diese Anforderungen:
• Düngung ohne Schlachtabfälle
• Mindestens zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche als Biodiversitätsförderfläche
• Wissenschaftliche Bewertung der Nachhaltigkeit der produzierenden Höfe
• Bienenfreundliche Bewirtschaftung, Verbot des Insektizids Spinosad

Website zur Marke «retour aux sources» von Aldi Suisse

Quelle: «Neu bei Aldi Suisse: Bio-Gemüse frei von Schlachtabfällen», Aldi Suisse, 12.10.2023

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