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Projekt InnOFoodLabs fördert Bio-Wertschöpfungsketten

Das EU-Projekt InnOFoodLabs bringt Landwirt:innen, Forscher:innen, Unternehmen und Bürger:innen zusammen. Ziel davon ist es, biologische Wertschöpfungsketten in ganz Europa zu fördern, auch in der Schweiz. Das FiBL Europe koordiniert das Projekt.

Die Partner von InnOFoodLabs trafen sich im September 2025 in Witzenhausen, Deutschland, zu einem Kick-off-Meeting, das von der Universität Kassel ausgerichtet wurde. Bild: Ecovalia, Ángela Morell Pérez

In den nächsten Jahren werden neue Wege erschlossen, um die Rolle von Bio-Unternehmen in der lokalen Wirtschaft zu stärken, heisst es in einer Mitteilung vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL zum Start von InnOFoodLabs (Innovative, locally-driven, multi-actor Organic Food Labs). Dazu ist derzeit der Aufbau einer Community of Practice (CoP) im Gang. In der Schweiz wird diese mit dem Bionetzwerk CH / Réseau Bio CH / Rete Bio CH aufgebaut. Sie soll den Wissensaustausch und das gegenseitige Lernen fördern.

Impulse geben, Vernetzungen anstossen

Die CoP ist ein Raum für Austausch und Zusammenarbeit. Sie bringt Akteur:innen aus der gesamten Wertschöpfungskette regionaler Bio-Lebensmittel zusammen, von Landwirt:innen über Verarbeitungsbetriebe, Gemeinden und Forschende bis hin zu engagierten Bürger:innen. Denn komplexe Herausforderungen brauchen oft mehr als eine Person, um Lösungen zu finden: Wissen zu teilen und interdisziplinär zu arbeiten bringt häufig mehr, als allein unterwegs zu sein.

«Das Bionetzwerk CH / Réseau Bio CH / Rete Bio CH soll Impulse geben und Vernetzungen anstossen», sagt Regula Züger, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei bionetz.ch-Mitglied FiBL Schweiz. Ziel sei es, die gesamte Bio Lebensmittelkette – von der landwirtschaftlichen Produktion über die Verarbeitung bis zu den Konsumierenden – aufgrund gemeinsamer Interessen zu verknüpfen und zu aktivieren, sowie ungenutzte Verbindungen sichtbar zu machen.

Das Projekt InnOFoodLabs unterstützt das Ziel der EU, bis 2030 einen Anteil von 25 Prozent Bio-Flächen zu erreichen. Bild: zVg

Drei Jahre finanziert

Das Projekt wird von der Europäischen Union und vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI unterstützt. «Drei Jahre sind finanziert», sagt Regula Züger. «In dieser Zeit sollen eigenständige Netzwerke entstehen, die sich danach selber tragen.» Bionetzwerk CH / Réseau Bio CH / Rete Bio CH soll Inkubator sein für Verbindungen, die sonst nicht möglich wären.

Das Netzwerk verschafft seinen Mitgliedern Kontakte zu Fachpersonen sowie zu potenziellen Partner:innen. Es informiert über regulatorische Herausforderungen und Marktchancen und schafft Verbindungen zwischen Praktiker:innen, Institutionen und Marktakteur:innen. Die Teilnahme an Online-Seminaren und Studienreisen in so genannte Living Labs ist kostenlos.

Zwischen Wissenschaft und Praxis

«Ein Living Lab ist ein Projekt, in dem eine oder mehrere Firmen zusammen mit einem Forschungsinstitut neue Ideen oder Produkte ausprobieren, diese wissenschaftlich begleiten lassen und sich dazu mit anderen Unternehmen austauschen», erklärt Regula Züger weiter. Bereits rund 300 Personen haben sich europaweit registriert, in der Schweiz sind es bisher rund sechzig. Bestehende Netzwerke und Vereinigungen sollen dabei gezielt einbezogen werden.

Das Kick-off-Online-Meeting «Bio vernetzt! – Le bio en réseau! – Il bio in rete!» findet am 17. Juni online statt, eine weitere Veranstaltung ist für den 9. September geplant.

Esther Kern, bionetz.ch-Gastautorin

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