Die Schweiz ist bei der Umsetzung ihrer «Strategie Nachhaltige Entwicklung 2012-2015» grundsätzlich auf gutem Weg. Ein Zwischenbericht ortet aber unter anderem im Bereich der nachhaltigen Produktion und des Konsums Handlungsbedarf.

Massnahmen wie eine transparente Produkteumweltinformation, Ökobilanzen oder die Sensibilisierung für nachhaltigen Konsum sind gemäss Bericht nur teilweise umgesetzt oder erst in Erarbeitung. Ein Beispiel dafür ist eine Datenbank, welche Agroscope derzeit entwickelt zur Ökobilanzierung von Lebensmitteln. Ob und in welcher Form die Daten tatsächlich den Weg auf die Verpackungen finden, hängt aber von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. Der Bericht wurde vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) erstellt und am Freitag vom Bundesrat zur Kenntnis genommen.

Von den 56 Massnahmen und Teilmassnahmen sind 23 grösstenteils umgesetzt. So etwa die CO2-Emissionsvorschriften für Autos, die Strategie Freizeitverkehr, der Masterplan Cleantech, die Tiergesundheitsstrategie oder die Ressourcenpolitik Holz. 31 Massnahmen sind derzeit nur teilweise umgesetzt oder erst in Erarbeitung. Dazu gehören die Klimapolitik Schweiz nach 2012, die Stärkung des öffentlichen Verkehrs, das Mobility Pricing, Vorschriften und Normen im Baubereich oder die Ökologisierung des  Steuersystems. Zwei Massnahmen des Aktionsplans, die Fiskalregeln für die Invalidenversicherung sowie die Verstärkung der nachhaltigen Entwicklung in der Prävention und Gesundheitsförderung, werden aufgrund von Beschlüssen des Parlaments nicht weiterverfolgt, wie das ARE mitteilte. Für die Zeit ab 2016 wird die Strategie Nachhaltige Entwicklung unter der Federführung des ARE und in Zusammenarbeit mit dem Interdepartementalen Ausschuss Nachhaltige Entwicklung (IDANE) erneuert. Sie soll mit den künftigen globalen Nachhaltigkeitszielen abgestimmt werden.

Quellen: schweizerbauer.ch / Zwischenbericht Nachhaltige Entwicklung 2012-2013

 

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