Letztes Wochenende sind in Zürich-Oerlikon die Züspa und Züla zu Ende gegangen. Die beiden Messen lockten zusammen über 100'000 BesucherInnen an. Eine Besonderheit an der diesjährigen Züspa war die Zürcher Landwirtschafts-Ausstellung Züla. Zum 175-Jahr-Jubiläum des Zürcher Bauernverbandes stand die Landwirtschaft des Kantons Zürichs im Zentrum der Messe.

zuelabesucherinnenBesucherInnen an der ZülaText und Bilder: Eva Kunz // Dieses Jahr konnten die BesucherInnen der Züspa an einer weiteren Ausstellung teilnehmen – der Zürcher Landwirtschafts-Ausstellung Züla. Anlass für die Parallelmesse war das 175-Jahr-Jubiläum des Zürcher Bauernverbandes. Die Zürcher Landwirtschaft in all ihren Facetten erleben – von der Ackerscholle bis auf den Teller – war auf der offenen Rennbahn Oerlikon möglich. Bundesrat Ueli Maurer läutete sie ein und betonte in seiner Rede, Messen würden in einer Zeit der zunehmenden Digitalisierung immer wichtiger. An der Züla ergäben sich Kontakte zwischen Stadt und Land.

Social-Media-Kuh «Zülina»

blumenkuhZulina begrüsst plakativÜber eine Brücke gelangten die BesucherInnen von der Züspa an die Züla, wo sie eine mit Blumen geschmückte Kuh auf einem Plakat willkommen hiess. Die BesucherInnen konnten dem Maskottchen mit dem Namen «Zülina» aber auch in echt begegnen. Ausserdem war die Milchkuh auf Social-Media aktiv. Sie bloggte für die Züla und hat ihre eigene Facebook-Page.

Neben täglich wechselnden Ausstellungen, wie der «Tag der Ziege» und den «kantonalen landwirtschaftlichen Berufsmeisterschaften» dominierten die Dauerausstellungen. Im «Erläbnispark» konnte der Besucher die Fortschritte der Landwirtschaft näher betrachten. Die Biobauern von Zürich und Schaffhausen boten an ihrem Stand Getreidekugeln, Karotten und Kohlrabi-Spezialitäten an. Gross und Klein konnte im «Tierriich» Nutztierrassen des Kantons Zürich bestaunen: Kühe mit ihren Kälbern, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Hühner, Tauben und eine Muttersau mit Ferkeln.

Rüebli-Blind-Degustation

landwirtschaftliche landschaftAckerland en miniatureVom Saatgut bis zum fertigen Produkt – dies war Thema des «Produktionslandes»: Acker-, Gemüse-, Obst- und Weinbau, Milchproduktion sowie Bildung und Politik veranschaulichten farbenfroh verschiedene Ausstellungen im Festzelt neben der «Gnusswält». Knackige Salate und Cherry-Tomaten, Kisten mit hübsch arrangierten Rüebli, Peperoni und Kartoffeln bildeten einen grossen Garten. Getreideähren, Informationssäulen und Getreidesäcke bildeten das «Ackerland». Es stand ganz im Zeichen der biologischen Landwirtschaft. Dort waren die Biobäuerinnen und Biobauern durch die Organisationen »Bio Zürich & Schaffhausen», «Bioverita», «Gen Au Rheinau» und «Sativa» auf 100 Quadratmetern vertreten.

riebliblinddegustationBio oder nicht? Geschmack entscheidet.Am Infostand galt es seinen Geschmacksinn in einem Blindtest auf die Probe zu stellen. Ist das Rüebli bio oder konventionell? Dies konnte man degustierend erraten. An den Infosäulen oder im Gespräch mit Fachleuten informierte sich die Besucherin rund um das Thema Saatgut. Was oder wer ist ein «Maikönig»? Er bezeichnet eine alte Bio-Kopfsalatsorte, produziert von der Firma Sativa Rheinau AG - neben vielen anderen alten Gemüse- und Früchtesorten. Wie wichtig die Vielfalt des Saatgutes für die Zukunft ist, war ebenfalls Thema der Abendveranstaltung am vergangenen Freitag.


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