Bio gilt weiterhin häufig als teuer und wird mit Luxus in Verbindung gebracht. Dass es indes ganz allgemein sinnvoller und besser wäre, weniger und dafür mehr Qualität zu kaufen, ist eine alte Weisheit. "Bio ist kein Luxus", sagt Caroline Morel, Geschäftsführerin von Swissaid," sondern auch in Entwicklungsländern schlicht die intelligenteste Überlebensstrategie. Über diese und weitere intelligente Bio-Stragien berichtet auch der aktuelle Bio Suisse-Newsletter.
 
Nicht nur die vielen Nahrungsmittelskandale, auch Berichte und Studien häufen sich, die zeigen, dass ein weltweites Umdenken hin zu einem regionalen, verlässlichen Biolandbau keine Utopie bedeutet, sondern reelle Chancen eröffnet, wie künftige Herausforderungen im Ernährungsbereich bewältigt werden können.

Beispiel Maikaal: Lokal- und Exportmarkt als Ergänzung

Angesichts der grossen globalen Herausforderungen wie Umweltschutz und Welternährung ist Biolandbau das beste Rezept." Hier ein Beispiel: Eine über sieben Jahre geführte Studie in der zentralindischen Region Maikaal hat aufgezeigt, dass Biobauernhöfe durchschnittlich bis zu 20 Prozent mehr Baumwolle, Getreide und Paprika als klassische Bauernhöfe der Region produzieren.

Bio ist kein Luxus

"Bio ist kein Luxus", sagt Caroline Morel, Geschäftsführerin von Swissaid, "sondern auch in Entwicklungsländern schlicht die intelligenteste Überlebensstrategie." Vor dem Hintergrund grosser wirtschaftlicher Not ermöglicht diese Art des Landbaus in kleinbäuerlichen Strukturen den Familien aus dem Schulden-Teufelskreis auszubrechen, da sie keine teuren chemischen Dünger und Pestizide und hybrides oder transgenes Saatgut kaufen müssen. Sie können vom Ertrag ihrer Arbeit leben, ohne den Weg ins Exil nehmen zu müssen. Auch wenn die Frage, ob es für die so genannten Länder des Südens - die mehr oder weniger Mühe haben, die eigene Versorgung zu gewährleisten - positiv ist, massenweise Bio-Lebensmittel zu exportieren, oder nicht, wird weiterhin Anlass zu Diskussionen geben.
 
 

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