Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat das Gesuch um Eintrag ins AOP-Register der Sortenorganisation Bündner Bergkäse abgelehnt. Die Sortenorganisation Bündnerkäse zeigt sich enttäuscht über diesen Entscheid.
 
Grund für die Ablehnung ist die fehlende Repräsentativität der Sortenorganisation in Bezug auf die Käsemenge und die Anzahl Käsereien, schreibt das BLW. Es bestehe keine klare Abgrenzung zwischen dem Bündner Bergkäse und anderem Bergkäse aus dem Kanton Graubünden, der mit lokalen Bezeichnungen wie Davoser oder Savogniner Bergkäse vermarktet wird.

2007 stellte die Sortenorganisation Bündnerkäse ein Gesuch um  Eintragung von «Bündner Bergkäse» als geschützte Ursprungsbezeichnung. 2010 wurde es vom Bundesamt für  Landwirtschaft (BLW) gutgeheissen. Auf die öffentliche Auflage des Eintragungsgesuches gingen jedoch 14 Einsprachen aus dem Kanton Graubünden ein.

Gegen den Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen beim Bundesverwaltungsgericht Einsprache erhoben werden.

Nachteile für Milchbauern und Käsereien

Verlierer seien die Milchbauern und Käsereien im Graubünden, die ihre schützenswerten Produkte nun gegen Massenprodukte verteidigen müssen", teilt Gion O. Vincenz, Geschäftsführer der Sortenorganisation Bündnerkäse (SOBK) mit. Aber auch die Konsumenten, die das Risiko tragen, dass der Bündnerkäse in einigen Fällen eine Mogelpackung bleibe.

Bei einer AOC-Zertifizierung hätte ausschliesslich Bündner Milch für die Produktion von Bündner Bergkäse verwendet werden dürfen. „Im Bündner Bergkäse wäre nur echte Bündner Milch drin gewesen“, erklärt Gion O. Vincenz.

So aber bestehe nun das Risiko, dass der Bündner Bergkäse zur Mogelpackung für die Konsumenten verkomme, da sämtliche im Bündnerland hergestellten Käse den Namen Bündner Bergkäse tragen dürfen – selbst dann, wenn die Milch beispielsweise aus Zürich komme.

Quelle: Schweizerbauer.ch

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