Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die ihr eigenes Saatgut produzieren und säen wollen, stehen weltweit unter dem Druck der Saatgutindustrie. Die neue Publikation von Swissaid zeigt anhand vom Niger auf, welche Rolle dabei staatliche Regeln spielen und was dies für die LandwirtInnen bedeutet.

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Seit Jahrtausenden haben Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auf der ganzen Welt durch Anbau, und Vermehrung eine riesige Sortenvielfalt geschaffen. Im Niger züchten über 60% der Bauern ihr Saatgut selber. Dies sichert die Ernten und gewährleistet sowohl gesunde, wie auch anpassungsfähige Pflanzen. Durch den wirtschaftlichen Erfolg der Saatgutindustrie geraten die bäuerlichen Saatgutsysteme im Süden aber immer stärker unter Druck. Denn die Regierungen erlassen immer mehr Regelungen und Gesetze, die die Verwendung vom bäuerlichen Saatgut zugunsten des Industriesaatguts einschränken.

Um dem starken Lobbying der Saatgutindustrie entgegenzuwirken, hat Swissaid zusammen mit BEDE (Biodiversité, Échanges et Diffusion d’Expériences) eine Broschüre entwickelt, um die Kleinbäuerinnen im Niger und ihre Organisationen zu informieren. Die Broschüre (auf Englisch) erläutert übersichtlich die rechtlichen Rahmenbedingungen. Ein Projekt, das auch für andere Länder nachgemacht werden sollte.

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