Vieles, was unsere Zukunft sichert, steht heute auf dem Spiel: Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Fruchtbares Kulturland wird verbaut, wertvolles baukulturelles Erbe zerstört. Schöne Landschaften werden kurzsichtigen Nutzungsinteressen geopfert. Die Behörden versagen beim Schutz von Biodiversität und Landschaft. Nun wurde die Biodiversitätsinitiative eingereicht.

biodiversity 3752107 1280Die Biodiversitätsinitiative sichert Vielfalt in Natur, Landschaft und Baukultur. Dazu fordert sie mehr Geld und Fläche für Biodiversität und verankert einen stärkeren Schutz von Landschaft und baukulturellem Erbe in der Verfassung. Bild: Pixabay

Während die EU im Rahmen des «Europäischen Grünen Deals» 30% der Landfläche unter Schutz stellen will, liegt die Schweizer Biodiversitätsstrategie seit 2017 in der Schublade. Schutzgebiete sind unter Druck von zu hohen Nährstoff- und Pestizid-Einträgen. Und vor kurzem wurde durch die Sistierung der Agrarpolitik 2022+  auch noch die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie auf die lange Bank geschoben.

In dieser Situation kommt die Biodiversitätsinitiative zur rechten Zeit, sie wurde mit mehr als 120'000 Unterschriften am 8. September 2020 eingereicht. Wie die Trinkwasser-, die Pestizid- und die Massentierhaltungsinitiative fordert sie die Politik auf, aktiv zu werden und die Probleme zu lösen.

Bio bietet auch im Bereich Biodiversität Vorteile. Biobetriebe haben im Durchschnitt deutlich mehr Biodiversitätsförderflächen und weisen mehr Arten auf als der Durchschnitt. Bio ist eine Lösung für die bestehenden Defizite und sollte entsprechend gefördert werden. Die Agrarpolitik 2022+ darf nicht stehen bleiben.

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