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(BioFach) - Der bulgarische Landwirtschaftsminister Miroslav Naydenov setzt auf den Öko-Landbau, um den inländischen Erzeugern neue Absatzmärkte in Europa zu erschliessen.

Er erwartet für die Zukunft ein starkes Wachstum der Bio-Branche in Bulgarien. Nach Ansicht des Ministers hat das Land die besten Voraussetzungen, um Bio-Lebensmittel aus der Nische heraus zu holen.

Zurzeit ist der Bio-Sektor des Balkanstaates jedoch noch deutlich unterentwickelt, lediglich der grösste Exporteur biologischer Gurken in Europa ist eine bulgarische Firma. Zurzeit werden nur 0,16 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet, nach Plänen des Verbands Bioproducts sollen es im Jahr 2013 bereits 8 % sein. In diesem Jahr wurde ein fünfjähriges Anbauverbot für genmanipulierte Pflanzen beschlossen.

Quelle: http://paper.standartnews.com

Copyright: BioFach, Newsletter von 23.07.2010

(eco-institut) - Mit Nachhaltigkeitsberichten geben Unternehmen überall auf der Welt Auskunft über ihre soziale und ökologische Leistung.

An welche Gesetze oder freiwilligen Standards sie sich dabei orientieren sollten, zeigt eine Studie des UN-Umweltprogramms UNEP und weiterer Organisationen. Die Autoren fanden in den 30 untersuchten Ländern - darunter auch Deutschland - 142 Vorgaben, von denen sie zwei Drittel als verpflichtend einstufen.

Mehr zur Berichterstattung in den OECD-Ländern und anderen Regionen lesen Sie unter http://www.globalreporting.org/ (engl.)

Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung (http://www.nachhaltigkeitsrat.de)

Copyright: www.eco-institut.de, 09.07.2010

(Bio-Markt.info) - Die Ausgabe 3/2010 der Ökologie & Landbau , Schwerpunkt "Weiterentwicklung des Ökolandbaus", ergründet, wie sich der Ökolandbau den aktuellen Herausforderungen stellt.

Sie beleuchtet, wie sich die Massstäbe der Bioproduktion verändert haben und was die Branche tut, um ihre Normen und Werte kontinuierlich zu hinterfragen und einzulösen.

Ökologie & Landbau zieht Bilanz: wie weit hat es der Ökolandbau gebracht, welche Werte haben sich durchgesetzt und welche Gefahren stehen seiner Innovationskraft entgegen. Die Autoren dieser Ausgabe klären auf, wie durch "bio & fair" Initiativen eine faire, soziale und umweltverträgliche Biobranche der Gesellschaft die ursprünglichen Werte der Biobewegung vermitteln kann und welche Forschungsansätze zur Ernährungssicherung beitragen können.

Ökologie & Landbau zeigt Perspektiven für die ausserfamiliäre Hofnachfolge und klärt auf, wie alternative Finanzierungsmodelle z. B. durch Genussrechte den Kapitalbedarf für die Wachstumsfinanzierung von Biobetrieben decken können. Ob die Zukunft der Verbände im Segment von Premium-Bio liegt, wird ebenso hinterfragt wie die Gültigkeit des Prinzips der Kreislaufwirtschaft - überbetriebliche Recyclingsysteme könnten ein Praxismodell für die Zukunft sein.

Quelle: SÖL-Pressemeldung

Copyright: Bio-Markt.info, 19.07.2010/ mit freundlicher Genehmigung, A.d.R.

(BioFach) - Der Melonenspezialist Force Sud aus St. Thibéry im Languedoc ergänzt in dieser Saison sein Angebot durch Melonen aus biologischem Anbau und entspricht damit der wachsenden Nachfrage der Verbraucher.

Die Melonen werden in den Departements Hérault und Vaucluse angebaut und kommen unter der Marke "Goût du Bio" auf den Markt. Insgesamt verfügt das 1998 gegründete Unternehmen über eine Kapazität von 15.000 t Melonen.
Force Sud betreibt die Erzeugung ausser in Frankreich auch in Spanien (Cartagena) und Marokko (Marrakesch) und kann so den Markt ganzjährig bedienen. Die gesamte Anbaufläche beträgt rund 810 ha. Die Früchte sind nach GlobalGAP und von Ecocert zertifiziert.

Quelle: www.fruchthandel.de

Copyright: BioFach, Newsletter vom 23.07.2010

(Bio-Markt.info) - Der Online-Einzelhändler Amazon verkauft seit 1. Juli 2010 in Deutschland auch Lebensmittel, darunter Bio-Produkte und fair gehandelte Waren. Kunden können aus 25 Kategorien wählen; auch frische Ware wie Fleisch, Gemüse und Obst sind bestellbar.

Die Produkte stammen von über 60 Anbietern. Recherchen auf der Amazon-Homepage zeigen, dass die genannten Grosshandels-Lieferanten bisher nicht als Bio-Spezialisten in Erscheinung getreten sind. Die Namensliste der angebotenen Bio-Hersteller- und Bio-Handelsmarken ist dennoch umfangreich. Die Kontaktaufnahme mit den Marken hat im Vorfeld offenbar nicht stattgefunden.

Die Bundesverbände Naturkost Naturwaren sind der Ansicht, dass sich ein anonymes Lieferanten-Umfeld, wie es für Amazon typisch ist, nicht eignet für die qualitativ hochwertigen, ökologisch und sozial nachhaltigen Naturkostmarken. Nur der Fachhandel bietet die angemessene persönliche Beratung, eine ansprechende Warenpräsentation, Frische und Freundlichkeit.

Sehen, Riechen, Verkosten und persönlicher Kontakt sind am Bildschirm nicht möglich. Der Anteil der online bestellten Lebensmittel am gesamten Lebensmittel-Markt soll in Deutschland laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) daher bei lediglich 0,5 % liegen. Für die grosse Mehrheit der Kunden und Kundinnen ist der Lebensmittelkauf mit sinnlichen Erlebnissen verbunden. Amazon verspricht daher als Zusatznutzen mehr Bequemlichkeit ohne Schlangestehen an der Kasse. Dennoch kann es unbequem werden, denn der Paketdienst liefert möglicherweise, wenn der Kunde ist nicht da ist.

Das Unternehmen Amazon steht für eine besonders anonyme Form des Onlinehandels. Hier sind Produkte und Lieferanten austauschbar. Beziehungspflege kann aufgrund der Sortimentsbreite nicht stattfinden. Konsequenterweise hat das Unternehmen in seinen Geschäftsbedingungen ausdrücklich einen vollständigen Haftungsausschluss für sich reklamiert. Wer nicht weiss, was er anbietet, übernimmt auch keine Verantwortung.

Der Bio-Fachhandel gewinnt...wenn er seine Stärken noch deutlicher herausstellt. Denn im Bio-Fachhandel ist es nicht egal, was und wann geliefert wird, wie produziert und gehandelt wird. Persönliche Beratung, ansprechende Warenpräsentation, Frische und Freundlichkeit werden gross geschrieben. Ebenso grosse Bedeutung hat die Förderung regionaler Strukturen und langfristiger Partnerschaften. Hinsichtlich der Vielfalt und der Frische des Sortiments ist die Naturkostbranche nach wie vor unübertroffen.

Die Pflege von Marken und Werten findet in lebendigen Marktbeziehungen statt, wie sie von den Bundesverbänden Naturkost Naturwaren gefördert werden.

Quelle: BNN-Einzelhandel/Herstellung + Handel-Pressemitteilung

Copyright: Bio-Markt.info, 02.07.2010/ mit freundlicher Genehmigung, A.d.R.

Interview mit Paul Söbbeke, Geschäftsführer der Molkerei Söbbeke, und Ulrich Walter von der Ulrich Walter GmbH:

(Bio-Markt.info) - Globalisierung, Klimawandel, wachsende Armut: Es sind grosse Herausforderungen, vor denen die Welt im beginnenden 21. Jahrhundert steht. Herausforderungen, die in besonderem Masse auch für die Ernährungsbranche gelten. Doch wie kann sie diesen bereits heute begegnen?

Antworten versucht im Herbst 2010 das Deutsche Institut für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft (iSuN) an der Fachhochschule Münster (Deutschland) in einer Tagung zu finden. Als Experten aus der Biobranche werden auch Paul Söbbeke, Geschäftsführer der Molkerei Söbbeke, und Ulrich Walter von der Ulrich Walter GmbH dabei sein.

Prof. Dr. Petra Teitscheid, Leiterin des iSuN, und Heike Leitschuh, Buchautorin, Beraterin für Nachhaltigkeit und Moderatorin der Tagung, sprachen mit den beiden Unternehmern.

Hier lesen Sie das ausführliche Interview ( www.bio-Markt.info)

Quelle: Fachhochschule Münster-Pressemitteilung

Copyright: Bio-Markt.info, 16.07.2010/ mit freundlicher Genemigung, A.d.R.


Die Tagung "Was kommt nach Bio? Innovationen in der Ernährungswirtschaft - Wer sind die Pioniere der Zukunft?" am 16. September 2010 richtet sich an Vertreter sowohl der Biobranche als auch der konventionellen Ernährungswirtschaft. Neben kurzen Impulsvorträgen setzt die Veranstaltung auf die aktive Mitarbeit der Teilnehmer. In Form einer Zukunftswerkstatt entwickeln sie Ideen und Handlungsmöglichkeiten, die sich in einer anschließenden Diskussion ihrer Tauglichkeit stellen müssen. Themen werden dabei unter anderem die Wachstumschancen der Branche und der Klimaschutz vor allem in der Milchund Fleischproduktion sein.

Sustainable Competitiveness for Europe and its Regions

Am Benchmarking Forum 2010 stellten die Fachleute von BAK Basel Economics die aktuellsten Zahlen aus dem Vergleich verschiedener Metropolitanregionen Europas vor, angeführt von Prof. Dr. Urs Müller, Director & Chief Economist, BAKBASEL und der Finanzministerin von Basel-Stadt, Dr. Eva Herzog.

International Benchmarking Forum 2010
Nachhaltiges Investment für die Basler Gesellschaft: Die BAK-Abendveranstaltung in der öffentlich zugänglichen Merian-Villa
Nachhaltigkeit stand dabei nicht nur im Titel der Tagung, sondern sozial-ökologische Kennwerte fliessen zunehmend bei der Beurteilung des Entwicklungspotentionals ganzer Regionen ein.

Die Ernährungswirtschaft und die damit immer enger vernetzten Fragen der Klima- und Energie- und Landschaftspolitik stehen bei ökonomischen Analysen selten direkt im Zentrum. Ohne langfristig nachhaltige Strategien gerade in diesen Grundlagenbereichen steht das Entwicklungspotential der Gesamtwirtschaft jedoch immer auf instabilem Grund. Dies zeigten etwa die im Verlauf der Tagung vorgestellten Fallbeispiele im alpinen Tourismus.

Wichtige Inputs als Basis einer umfassend nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung zeigte Prof. Dr. Michael Braungart auf mit dem von ihm mitentwickelten "Cradle to Cradle"-Konzept. Dies besagt vereinfacht formuliert, dass nur noch Materialien zur Anwendung kommen sollen, die entweder beliebig recyclierbar oder aber problemlos biologisch abbaubar sind.

Dieser Ansatz ist natürlich mit der Energiefrage zu erweitern, wie dies z.B. der "Footprint"-Ansatz tun. Der aus Basel stammende Mathis Wackernagel, Präsident des "Global Footprint Network", führte im Rahmen der Abendveranstaltung in dieses mittlerweile weltweit etablierte Bewertungssystem ein.

Alle Nachhaltigkeitszielsetzungen und zielführenden Unternehmensinnovationen nützen letztlich nichts, wenn die Finanzierung nicht ermöglicht und gesichert ist. Andreas Knörzer, Vice-Director and Head Sarasin Sustainable Investment, Bank Sarasin & Cie AG (Basel) stellte vor, mit welchen Bewertungskriterien und Standards dieses Unternehmen arbeitet.

Für die langfristig nachhaltige Ausrichtung des Wirtschaftslebens sind internationale Vergleiche und Kennwerte, wie sie u.a. seitens BAK Basel derzeit erarbeitet werden, unabdingbar. Darüber hinaus braucht es den gezielten Einbezug der eher lokal orientierten KMU und vieler kreativer Kleinstunternehmen, inkl. die effektive politische und finanzielle Anreize und Fördermassnahmen. Im Rahmen der Tagung erhielten die TeilnehmerInnen Einblick in die Langzeitauswirkung einer echt nachhaltigen Anlage mit einem Rundgang und anschliessenden Abendprogramm durch das Basler Naherholungsgebiet "Merian Park", heute ein biozertifizierter Betrieb.

Copyright: Peter Jossi, bionetz.ch, 09.07.2010

Ihre Meinung?

Kontakt: Peter Jossi - p.jossi@bionetz.ch

Hier lesen Sie die ausführliche Mitteilung in Englisch: International Benchmarking Forum 2010 (pdf-file)

Informationen:

BAK Basel Economics AG
Güterstrasse 82
CH-4053 Basel
Switzerland
Tel +41 61 279 97 00
Fax +41 61 279 97 28

E-Mail: info@bakbasel.com
www.bakbasel.com

(Bio Suisse) - Die EU beschloss am 13.07.2010, ihren Mitgliedstaaten mehr Freiheit in der Einrichtung gentechfreier Zonen zu gewähren. Bio Suisse fühlt sich bestärkt in ihrem Ziel, auch künftig die Schweizer Landwirtschaft gentechfrei zu halten. Die GVO-freie Produktion ist ein wichtiger Pfeiler der Qualitätsstrategie für die Schweizer Nahrungsmittelproduktion.

Künftig sollen die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen selbst bestimmen können. Das hat die EU-Kommission heute Dienstag mit der Verabschiedung eines Gentechnikpakets beschlossen. Demnach sollen Mitgliedsstaaten künftig unter erleichterten Bedingungen auch gentechnikfreie Zonen bestimmen können, und zwar ohne den Entscheid wissenschaftlich begründen zu müssen.

Bio Suisse begrüsst, dass die EU-Kommission den Mitgliedstaaten bezüglich mehr Spielraum für ein Anbauverbot auf ihrem Territorium geben will. Der Entscheid stärkt das Bekenntnis der Schweiz zu einer gentechnikfreien landwirtschaftlichen Produktion. Dies darum, weil der Entscheid der EU-Kommission gleichzeitig den Druck auf die Schweiz reduziert, die im EU-Raum erlaubten gentechnisch veränderten Pflanzen auch in der Schweiz zuzulassen.

Um sich im künftigen Umfeld behaupten zu können, braucht die Schweizer Lebensmittelbranche eine ausgeprägte Qualitätsstrategie. Die gentechfreie Produktion ist bereits jetzt ein wichtiger Eckpfeiler dazu. Denn nebst Ökologie, Tierwohl und hoher Produktions- und Verarbeitungsqualität ist die gentechfreie Landwirtschaft ein wichtiger Glaubwürdigkeitsbeweis der Schweizer Lebensmittelbranche. Bio Suisse fordert daher, dass sich sowohl der Staat in seiner Agrarpolitik als auch die Branche in ihrer Charta zur künftigen Qualitätsstrategie weiterhin zu einer gentechfreien Landwirtschaft bekennen.

Bereits jetzt steht die Knospe - die Garantiemarke der Schweizer Biobauern - für eine kontrolliert GVO-freie Produktion. Das soll auch weiterhin so bleiben. Der Aufwand für Produktion und Kontrolle von Knospe- Produkten würde aber massiv erschwert und verteuert, wenn gentechnisch veränderte Pflanzen auch in der Schweiz zugelassen würden.

Copyright: Bio Suisse, Medienmitteilung vom 13.07.2010/ Text angepasst, A.d.R.

Weitere Auskünfte:
Stephan Jaun, Leiter Information, Bio Suisse, 079 242 99 11

Jährlich publiziert die Bio Plus AG in Seon zahlen zum Schweizer Biofachhandel (Bioläden, Biosupermärkte, Reformhäuser). Die Studie 2009 ist kürzlich erschienen.

Sie zeigt, dass der Biofachhandel im Jahr 2009 nach mehreren Jahren des Marktwachstums flächenbereinigt um -1.6% an Umsatz pro Geschäft verloren hat. Für das laufende Jahr 2010 wird im Mittel von einem leichten Umsatzplus von +0.8% ausgegangen.

In einem Pilotprojekt, das eine Gruppe von Mitgliedläden umfasst, erhebt bionetz.ch die monatlichen Umsatzentwicklung. Die teilnehmenden Fachgeschäfte können ihre Umsätze damit laufend mit anderen vergleichen. Die erhobenen aktuellen Zahlen lassen an Wachstumsperspektiven zweifeln.

Der bionetz.ch-Umsatzmonitor analysiert - im Unterschied zur Bio Plus-Studie - keine weiteren betriebswirtschaftlichen Details. Diese misst neben der Umsatzentwicklung die Miete, den Personalaufwand, die Marge und das Betriebsergebnis.
Das Ergebnis zeigt ein sehr heterogenes Bild der einzelnen Biofachgeschäfte. Ausgewertet wurden Datensätze von 38 Biofachgeschäften, die zusammen einen Umsatz von ca. 25% des gesamten Schweizer Biofachhandelumsatzes ausmachen.

Die Zusammenfassung der Studie, die Kennzahlen zum Umsatz, zur Marge, Löhnen, Mieten und den Betriebsergebnissen enthält, kann gegen einen Unkostenbeitrag von Fr 50,- bei der Bio Plus AG unter info@bio-plus.ch bestellt werden.

Weitere Infos unter www.bio-plus.ch.

Copyright: Bio Plus AG, 07.07.2010/ bearbeitet, A.d.R.

Weitere Auskünfte:

Toralf Richter, Bio Plus AG, +41 62 769 00 87

Erhalt des Lebensraums als Grundansatz

(pte) - Forscher der Washington State University und der University of Georgia haben festgestellt, dass ökologischer Landbau die Artenvielfalt von natürlichen Nutztieren erhöht.

In Kartoffelfeldern hatte das den Effekt, dass es weniger Insektenfrass und zudem grössere Kartoffel gab. Die Studie wurde vom National Institute of Food and Agriculture (NIFA) http://www.csrees.usda.gov durchgeführt und im Fachmagazin Nature veröffentlicht.

"Es war bis jetzt immer ein Rätsel, wie Ökobauern hohe Erträge ohne synthetische Insektizide erzielen konnten", meint Studien-Koautor Bill Snyder, Professor für Entomologie an der Washington State University http://www.wsu.edu. "Unsere Studie kommt zum Schluss, dass der Erhalt der Artenvielfalt ein Schlüssel zum Erfolg ist." Ökosysteme mit einer grösseren Anzahl von Arten halten die Schädlinge fern bzw. sorgen dafür, dass sie nicht überhand nehmen.

Anderes Denkschema im Biolandbau
"Der Grundansatz des Ökolandbaus ist der Erhalt der Vielfalt der Lebensräume", so Reinhard Gessl, vom Forschungsinstitut für ökologischen Landbau (FIBL) http://www.fibl.org im pressetext-Interview. Das bedeutet, dass man so schonend vorgeht wie nur möglich. "Mit der Schaffung eines möglichst stabilen ökologischen Gleichgewichts werden Schädlinge von Nützlingen unter Kontrolle gehalten."

Der Ansatz im Ökolandbau sei völlig anders, denn hier stellt sich der Bauer nicht die Frage "Wie bekomme ich den Schädling weg", sondern "Warum ist der Schädling da". Eine gewisse Anzahl von Schädlingen in einem Feld sei nicht problematisch. Feldversuche haben beispielsweise gezeigt, dass Kartoffelkäfer im Biolandbau nicht über Hand nehmen. Aus welchem Grund die Kartoffel grösser wachsen, sei nicht ganz klar, meint der Experte.

Nützlinge als gute Schädlingsbekämpfer
Auch die US-Studie kommt zum Schluss, dass Ökosysteme mit einer höheren Anzahl verschiedener Lebewesen die gesündesten sind. Die Verwendung von Insektiziden verringert die Biodiversität, weil sie die Vielzahl der Spezies verändert und dadurch zu einer Ungleichgewichtung führt. In der konventionellen Landwirtschaft fallen auch Nützlinge den Insektiziden zum Opfer. Versuche haben gezeigt, dass Nützlinge die besseren Schädlingsvertilger waren.

Copyright: pressetext.austria, Redakteur Wolfgang Weitlaner, 02.07.2010

Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

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