Die Ökobilanz von Fleisch hängt viel stärker davon ab, wie es produziert wurde als wo es produziert wurde. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von Agroscope Reckenholz-Tänikon ART.

In der Studie wurde Fleisch aus der Schweiz verglichen mit importiertem Fleisch aus Europa und aus Übersee. Verglichen wurden ferner verschiedene Produktionsstandards wie Bio, tierfreundliche Haltung und Produktion gemäss ökologischem Leistungsnachweis (ÖLN).Für die Ökobilanz eines bestimmten Fleischproduktes ist laut Agroscope der Transport vom Hof zur Verkaufsstelle nur von geringem Gewicht, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Viel stärker zu Buche schlagen die Produktion, vor allem die Aufzucht der Tiere und die Produktion ihres Futters. So ist auch die Verwertung des Futters entscheidend. Tiergerecht gehaltenes Geflügel beispielsweise wächst langsamer, benötigt mehr Futter und schneidet deshalb bei den Umweltwirkungen ungünstiger ab als konventionell gehaltenes.An der Ökobilanz-Tagung vom 13. September will Agroscope die Ergebnisse mit verschiedenen Interessengruppen diskutieren und mögliche Verbesserungen aufzeigen. So seien Verluste und Abfälle auf dem Feld, im Stall und im Schlachthof zu vermeiden. Tierfutter sollte nach Umwelt-Kriterien ausgewählt werden, beispielsweise bevorzugt Soja aus zertifiziertem Anbau ohne Abholzung. Importe sollten per Schiff statt mit dem Flugzeug erfolgen.

Zusammenfassung der Studie

Quelle und weitere Informationen: Alimenta

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