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(Bio-Markt.info) - Indien ist der zweitgrößte Baumwollproduzent. Der Anbau beansprucht ein Fünftel der Agrarfläche, aber mehr als die Hälfte der im Land eingesetzten Pflanzenschutzmittel landet auf den Baumwollfeldern.

Ende der sechziger Jahre wurden Hybridsamen eingeführt, die auf Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel angewiesen sind. Der hohe Verbrauch von Chemikalien hat das Wasser vergiftet, der Grundwassespiegel ist gesunken und die Böden sind verarmt.
Doch nicht nur die Umwelt leidet, es führt auch zu sozialen Missständen. Im Bezirk Adilabad begingen in den letzten zwei Monaten 45 Bauern Selbstmord. Experten zufolge brachten sich zwischen 2002 und 2006 mehr als 17.000 Bauern um.

2004 hat die niederländische Organisation Solidaridad das Projekt Chetna ins Leben gerufen. Die Chetna Initiative unterstützt indische Bauern bei dem Anbau von Biobaumwolle. Es wird ihnen gezeigt, wie man natürliches Düngemittel herstellt und, dass etwa der Urin von Kühen als Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden kann.

Die Umstellung auf biologischen Anbau betrifft neben der Baumwolle auch andere Bereiche. Kohinur, im Bezirk Adilabad beispielsweise, ist eines von sechs Dörfern, die an einem Wasseraufffang Programm teilnehmen.
In Indien steigen immer mehr Bauern auf biologische Landwirtschaft um. Seit 2004 schlossen sich mehr als 5500 Bauern der Chetna Organic Organisation an. Die Organisation stellt die Verbindung zu den Märkten her, handelt gute Preise aus und vermittelt Kontakte mit Händlern. Die komplette Produktionskette vom Anbau der Baumwolle bis zum fertigen Kleidungsstück wird zertifiziert.

Quelle: euronews

Copyright: Bio-Markt.info, 02.12.2009/ mit freundlicher Genehmigung, A.d.R.

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