Der erste Bio-Stammtisch für VELEDES-bionetz.ch-Doppelmitglieder am 29. Mai 2013 in Bern war ein Erfolg! Die rund 15 Anwesenden waren sich am Ende des ersten Bio-Stammtisches einig: Das Bedürfnis nach einem solchen Informations- und Austauschanlass ist eindeutig da und kam dementsprechend auch gut an.

Die Wahl, den Anlass morgens um 08.00 Uhr zu starten, fand ebenfalls grossen Anklang. „Dann bin ich spätestens Mittags wieder im Laden“, war nur eines von mehreren Voten, die für eine Fortsetzung des frühmorgendlichen Beginns, sprechen. Das Konzept des Anlasses sieht vor, dass im ersten Teil zuerst ein fachliches Thema in einem Kurzreferat abgehandelt wird. Anschliessend soll vor allem der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen.

Versicherungsoptimierung für den Biofachhandel

Am ersten Anlass sprachen Ruedi Ursenbacher von fairsicherungsberatung und Walter Bieri von der AVB über sinnvolle und weniger sinnvolle Versicherungen. Dabei legten sie recht eindrücklich dar, wie mit einer grundlegenden Analyse des vorhandenen Versicherungsportfolios und der Ausnutzung von vorhandenen Möglichkeiten in einem Betrieb sehr schnell Kosten optimiert werden können. Je nach Situation und Voraussetzungen können so rasch bis zu 40% Prämien bei gleichbleibender Leistung eingespart werden.

P5290003Erster Biostammtisch bionetz.ch-VELEDES: Fachkundige Referenten und hochstehenden Diskussionen der Biofachhandels-TeilnehmerInnen

Ladenöffnungszeiten: Verlängerung kann Mehrumsatz bewirken

Beim Austausch im zweiten Teil des Morgens legte unter anderem eine Detailhandelsfachfrau aus Zürich dar, was ihr die verlängerten Öffnungszeiten an Mehrumsatz gebracht haben. Sie hat ihren Laden seit Anfang Jahr nun auch über Mittag offen. Diese einfache Massnahme hat ihr bereits einen Mehrumsatz von >15% gebracht. „Die Kundinnen und Kunden in den grösseren Städten sind sich heute einfach gewöhnt, dass die Läden über Mittag offen sind. Diesem Trend können auch wir uns im Bio- und Reformfachhandel nicht mehr entziehen“ meinte sie dazu weiter.

Später Frühling 2013 zeigt "Grenzen der Saisonalität" auf

"Die Grenzen der Saisonalität bei Frischprodukten" bildete ein weiteres eingehend diskutiertes Themenfeld. Es zeigt sich gerade in einem so schwierigen Anbaujahr wie 2013, in dem wegen der langen Schlechtwetterperioden mit teilweise intensiven Niederschlägen, die Felder lange nicht oder zu wenig bearbeitet werden konnten, wie schwierig dieses Thema auch im Biofachhandel ist. Das Verständnis für solche Gegebenheiten ist leider auch bei den Bio-Konsumentinnen und –Konsumenten nicht mehr sehr gross. Es wird beispielsweise nicht verstanden, weshalb ein Bioladen dieses Frühjahr lange keine Spargeln führen konnte, respektive wollte, weil die Biospargeln bisher ausschliesslich von einem Biobetrieb aus der Nähe geliefert wurden.

Neue Themen, neue Termine

Themenwünsche für zukünftige Bio-Stammtische sind unter anderem:

  • Qualitätssicherung
  • Bio-Verbände und deren Labels
  • Warenwirtschaft
  • Ladenübergabe
  • Lehrlingsausbildung und –austausch
  • Aktive Kommunikation mit Kundinnen und Kunden im Laden

Obschon der frühmorgendliche Beginn bei der ersten Durchführung sehr gut angekommen ist, wird der nächste Bio-Stammtisch am 18. September 2013 in Zürich, um 19.30 Uhr beginnen. Dies wurde bei der Planung der Anlässe schon so festgelegt. Je nach Erfahrungen und Rückmeldungen beim zweiten Anlass, soll dann der Modus (Durchführungszeit und Anzahl der Treffen) auch definitiv festgelegt werden.

bionetz.ch-Kontakt: Markus Johann

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