Die fünfte Ausgabe des Wirkungsberichts von Fairtrade International – «Monitoring the Scope and Benefits of Fairtrade» – ist erschienen (Deutsche Übersetzung voraussichtlich im August). Gemäss den analysierten Zahlen 2012 ist das Fairtrade-System im Wachstum begriffen: Die Anzahl Kleinbauern und Arbeiter, die zu Fairtrade-Bedingungen produzieren, sowie die erwirtschafteten Fairtrade-Prämien und Absatzzahlen von Fairtrade-Produkten verzeichnen ein zweitstelliges Wachstum. Trotzdem gibt es noch weiteres Wachstumspotenzial. 

Im aktuellen und über 120 Seiten starken Wirkungsbericht 2013 präsentiert Fairtrade International Zahlen und Fakten zum Fairtrade-System mit speziellem Fokus auf Produzenten, Prämien und Absatzzahlen. Weiter beinhaltet der Bericht auch Ergebnisse aus Studien zu Bananen-Produzenten in Kolumbien, Kleinbauern und Arbeitern in Malawi, Blumenproduzenten aus Ecuador und Frauen in der Wertschöpfungskette.

Max Havelaar 2009 06 retailFairtrade wächst, nicht nur im Blumenbeet (Bild: Max Havelaar)

Die Anzahl der Kleinbauern und Arbeiter, die in 70 Ländern zu Fairtrade-Bedingungen produzieren, ist zwischen 2011 und 2012 um 15% auf über 1,4 Millionen gewachsen. Über 60% der Kleinbauern und Arbeiter stammen aus Afrika und dem Nahen Osten. Einen relativ starken Zuwachs von über 20% verzeichnen Asien und Ozeanien, dennoch bleibt diese Region die kleinste im Fairtrade-System.

Auch konnten im 2012 die Fairtrade-Verkäufe gesteigert werden: So wurden 42% mehr Fairtrade-Prämien erwirtschaftet und der Absatz von Produkten, die unter Fairtrade-Bedingungen produziert wurden, konnte um 36% gegenüber Vorjahr gesteigert werden. «Das Wachstum der Prämien-Zahlungen ist eine bedeutende Möglichkeit für Kleinbauern und Arbeiter in für sie wichtige Projekte zu investieren», so Harriet Lamb, Geschäftsleiterin bei Fairtrade International.

Während die Zahlen ein starkes Wachstum für Kleinbauernkooperativen aufzeigen, konnten Plantagen in einigen Regionen ihre Fairtrade-Volumen nicht steigern: «Die Ergebnisse des Berichts liefern uns Ansatzpunkte zu einer Verbesserung und Stärkung der positiven Wirkungen für die Produzenten. Speziell die tiefen Absatzvolumen von Tee zu Fairtrade-Bedingungen – vor dem Hintergrund der hohen Anzahl an Tee-Produzenten – zeigt noch unausgeschöpftes Potential auf», sagt Lamb.

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