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Nur Sorten und Rassen, die genutzt werden, werden auch angebaut bzw. gehalten und können so überleben. Nirgends lässt es sich so genussvoll Raritäten retten wie am ProSpecieRara-Reutenmarkt oberhalb von Zofingen, am Rand des grössten Obstgartens des Mittellandes. Am 16. Oktober ist es in Zofingen wieder soweit.

ProSpecieRara - Seltene Tiere essen, um sie zu retten? Was bei Wildtieren kompletter Unsinn wäre, macht bei Nutztieren Sinn. Denn diese wurden einst zur Nutzung gezüchtet und können heute nur überleben, wenn Landwirte für Produkte (Eier, Milch, Wolle aber auch Fleisch) auch Käufer finden. Je mehr Evolèner-Rindfleisch gegessen wird, desto mehr Muttertiere werden gehalten und desto eher überlebt die Rasse. Gleiches gilt auch bei den Nutzpflanzen. Seltene Kartoffelsorten, die oftmals nicht die gleich hohen Erträge aufweisen wie moderne Sorten, sind auf sensibilisierte Konsumenten angewiesen, die bereit sind, ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen, dafür aber kulinarisch mehr als entschädigt werden.

KartoffelangebotAm Reutenmarkt präsentieren 50 Markfahrer ihre Spezialitäten, beispielsweise auch seltene Kartoffelsorten (Foto: ProSpecieRara).

Stimmungsvoller Ort

Über 50 Marktfahrer aus weiten Teilen der Schweiz werden ihre Produkte am Reutenmarkt feilbieten. Nicht nur die authentischen Produkte begeistern jeweils, sondern «wir bekommen immer wieder von Besuchern zu hören, wie schön die Stimmung hier sei», sagt Nadja Kalmbach, die bei ProSpecieRara für die Marktorganisation verantwortlich ist. „Die Begeisterung der Anbieter für die seltenen Sorten und Rassen bekommen die Besucher zu spüren.“ Die Lage auf dem Heitern, erhöht über Zofingen und am Rand des grössten Obstgartens des Mittellandes (auf 763 Hochstammbäumen wachsen hier 354 verschiedene Sorten), trägt das Ihre zur schönen Stimmung bei.

Degustationen und Führungen 

Die Obstexpertin von ProSpecieRara, Gertrud Burger, nimmt die Besucher auf zwei Führungen mit auf eine Entdeckungsreise durch den erwähnten Obstgarten. Die kulinarischen Eigenschaften von 20 sehr seltenen Apfelsorten kann man an einer Degustation im ProSpecieRara-Zelt erkunden. Und wer zuhause einen Obstbaum einer ihm unbekannten Sorte hat, kann Früchte davon mitbringen und sie vor Ort von Fachleuten (Pomologen) kostenlos bestimmen lassen.

Seltene Tierrassen

Auch seltene Tierrassen werden vor Ort sein. Philippe Ammann, Bereichsleiter Tiere bei ProSpecieRara, wird auf einer Führung die Saaser Mutten, Wollschweine, Kupferhalsziegen, Pfauenziegen sowie Bündner Oberländer- und Engadinerschafe vorstellen.

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