(LID) - Lebensmittel sollten nach den Wünschen der Konsumenten möglichst aus der eigenen Region kommen, keine chemischen Zusatzstoffe enthalten und nicht aus Massentierhaltung stammen.

Zu diesem Schluss kommt eine Schweizer Untersuchung, die Politikwissenschaftlerin Nicole Lüdi am 24. September bei den Lebensmitteltagen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Darmstadt vorstellte. Nicht erst seit den Skandalen um Schinken-Imitate und Schummel-Käse seien die Bürger verunsichert, zitiert proplanta.de einen Bericht der Nachrichtenagentur DPA.

Viele Konsumenten hätten den Eindruck, in die Produktion von Lebensmitteln keinen Einblick mehr zu haben, sagte die 34-jährige Mitarbeiterin des Gottlieb Duttweiler Instituts in Rüschlikon bei Zürich. Statt industriell hergestellter Fertiggerichte und Tiefkühlkost sehne sich der Mensch nach früheren Produktionsformen zurück. Er wolle die gefühlte Abkopplung vom Ursprung wieder rückgängig machen. Produkte aus der nahen Umgebung und Bio-Lebensmittel könnten weiter an Attraktivität gewinnen.

Nach Ansicht des DLG-Präsidenten Carl-Albrecht Bartmer nimmt die Bedeutung der Produktionsbedingungen zu. Der Preis sei ein wichtiger Faktor. Er werde aber immer weniger entscheidend sein, sagte Bartmer. Viele Lebensmittel seien zu Lifestyle-Produkten geworden. Das Ernährungsverhalten und ein darauf abgestelltes Ernährungsangebot seien ein Spiegelbild der Gesellschaft.

Copyright: LID, 25.09.2009

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