In Bio-Linsen aus der Türkei wurde bei Laboruntersuchungen ein Herbizid gefunden, wie das Tradin Verkaufsbüro in Deutschland bestätigte. Es handelt sich um den Wirkstoff Glyphosat, der in Roundup von Monsanto verwendet wird.

„Es ist in der Tat so, dass ein Labor Rückstände gefunden und uns informiert hat“, erklärte Heiko Grobecker von Tradin.

Der Wirkstoff ist nicht in den üblichen Multitests der Labore enthalten und muss separat geprüft werden. Der türkische Exporteur hat seine Kunden über die betroffenen Chargen informiert. Die Türkei ist nach Einschätzung des Rohstoffhändlers Tradin das bedeutendste Herkunftsland für Bio-Linsen auf dem deutschen Markt.

„Linsen fehlen jetzt natürlich. Wir haben schon eine Anfrage eines großen deutschen Direktimporteurs bekommen, der normalerweise nicht bei uns einkauft. In der Anfrage wurde auch ein Test auf Glyphosat verlangt“, teilt Grobecker mit.

Davert aus Senden, einer der größten Anbieter für Bio-Linsen in Deutschland, hat bis zur endgüligen Klärung einen Verkaufsstopp für Linsen mit Herkunft Türkei verhängt. „Wir erwarten die Analysen bis Ende nächster Woche", erklärte Verkaufsleiter Klaus-Dieter Frehsmann.

Auch Naturkost Übelhör aus Leutkirch ist betroffen. Der Rohstoffhändler verkauft nach eigenen Angaben recht große Mengen an Bio-Linsen. Alnatura aus Bickenbach/Hessen führt in seiner Marke ebenfalls Bio-Linsen aus der Türkei und lässt aktuell die Ware in Labors testen, wie eine Sprecherin mitteilte.

Quelle: bioPress

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