Bei Bio Suisse hat sich die Zahl der Neuanmeldungen von Landwirtschaftsbetrieben im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. 2010 arbeiteten 5'521 Betriebe nach Bio Suisse Richtlinien. Mit den ca. 400 nach Bioverordnung des Bundes produzierenden Betrieben macht dies einen Anteil von rund 11% der gesamten Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz aus. Auch der Biomarkt entwickelte sich erfreulich: Er setzte sein dynamisches Wachstum fort und steigerte den Umsatz um 6,1% auf 1,639 Mia. CHF. Zur Unterstützung einer ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Landwirtschaft fordert Bio Suisse vom Bund klare Signale.

"Der Biolandbau ist ein Zukunftsmodell. Die Nachfrage an Bioprodukten wächst, mehr Bauernfamilien interessieren sich für den Biolandbau. Die im Rahmen unserer Bio-Offensive im letzten Jahr eingeleiteten Massnahmen greifen", freut sich Geschäftsführer Daniel Bärtschi. Auf den 1. Januar 2011 verzeichnet Bio Suisse erstmals seit 2004 wieder mehr Neuanmeldungen als Aussteiger. Mit 173 Neuanmeldungen verdoppelt sich die Zahl der Neueinsteiger im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2010 produzierten 5'521 Knospe-Betriebe nach den Bio Suisse Richtlinien. Mit den 392 Betrieben, die nach Bioverordnung des Bundes arbeiten, macht dies rund 11% der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe aus. Da die Biolandwirtschaft den wachsenden Bedarf nicht zu decken vermag, bleibt für Bio Suisse der Gewinn weiterer neuer Bauernfamilien ein wichtiges Ziel. Gleichzeitig wird die nachhaltige Stärkung bestehender Betriebe durch konkrete Massnahmen in Beratung, Bildung und mittels diverser Förderprojekte ein bedeutendes Anliegen bleiben.

Dynamischer Biomarkt in allen Regionen trotz Einbusse im Fachhandel
Auch im Jahr 2010 setzte der Biomarkt sein dynamisches Wachstum fort. Der Umsatz stieg um 6,1% auf 1,639 Mia. CHF. An dieser Entwicklung war, mit Ausnahme der Tiefkühlprodukte, die gesamte Produktepalette beteiligt. Neben den traditionellen Frischprodukten stieg die Nachfrage an Convenience-Produkten um fast 10%. Bioprodukte sind in allen Landesteilen beliebt, wobei sich die Westschweiz mit einem erneut überdurchschnittlichen Wachstum von 7,2% auszeichnete. Zu den Gewinnern am Biomarkt gehörten neben den Grossverteilern, Detailhandelsketten und Discountern auch die Direktvermarkter. Die Knospe- Produzentenfamilien konnten um 10% zulegen und halten einen Marktanteil von 5,4%. Obwohl der Biofachhandel eine Umsatzeinbusse von 30 Mio. CHF (-13%) zu verzeichnen hatte, zeigen innovative Geschäfte, dass Regionalität, Beratungskompetenz und Flexibilität auch künftig zum Erfolg führen können.

Aktionsplan Bio zur Unterstützung der Land- und Ernährungswirtschaft
Bio Suisse trägt die vom Bundesrat vorgeschlagene Agrarpolitik mit und ist überzeugt, dass sich die Schweiz in den immer härter umkämpften Märkten nur mit einer Qualitätsstrategie wird behaupten können. Als wichtiger Akteur kann eine ökologisch produzierende Landwirtschaft diesbezüglich klare Vorteile erzielen. Mehr Bauernfamilien müssen indes auf die Karte Bio setzen und der grossen Differenz zwischen Nachfrage und Inlandproduktion Abhilfe schaffen. Vom Bund fordert Bio Suisse deshalb dringend notwendige Zusatzmassnahmen in Form eines Aktionsplans Bio: leistungsbezogene Direktzahlungen, strategische Instrumente wie Forschungs- und Beratungsbeiträge zur Erhöhung des Bioflächenanteils sowie eine Verdoppelung der Produktionssystembeiträge für Biobetriebe. Nur so kann die Schweiz mit ihrer Agrarpolitik einer ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Landwirtschaft gerecht werden und auf einem nachhaltigen und lukrativen Zukunftsmarkt nicht noch mehr Terrain ans Ausland verlieren.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Sabine Lubow, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 061 385 96 25
E-Mail: sabine.lubow@bio-suisse.ch

Quelle: Pressemitteilung Bio Suisse, 30. März 2011

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