Über die Hälfte der Bevölkerung schätzt den Einsatz von Pestiziden und den Klimawandel als sehr gefährlich für Mensch und Umwelt ein, so die Erhebung «Umweltqualität und Umweltverhalten» des Bundesamtes für Statistik. Und die Sorge wächst.

environmental protection 683437 1280Der Anteil der Bevölkerung, der die Umweltqualität in der Schweiz als sehr gut oder eher gut beurteilt, ist zurückgegangen. Symbolbild: Pixabay Im 2019 schätzte die Bevölkerung der Schweiz den Verlust der Biodiversität und der Klimawandel als deutlich gefährlicher für Mensch und Umwelt ein als noch im 2015: Galt der Verlust der Biodiversität damals noch für nur 36 Prozent als sehr gefährlich, waren 2019 sogar 54 Prozent dieser Meinung. Beim Klimawandel stieg dieser Wert in derselben Zeit von 34 Prozent auf 51 Prozent. Der Einsatz von Pestiziden schätzten im 2019 mehr als die Hälfte der Menschen in der Schweiz (53 Prozent) als sehr gefährlich für Mensch und Umwelt ein.

Häufiger Griff zu Bio, vor allem in der Westschweiz und in den Städten

Aber auch das Umweltverhalten ändert sich. So setzte sich der Trend zu mehr Bio-Produkten weiter fort: Zwar war 2019 der Anteil Personen, die von sich behaupten, Bioprodukte immer oder meistens zu kaufen, nicht signifikant grösser als 2015, jedoch ging der Anteil derjenigen zurück, die dies selten oder nie tun (19 Prozent im Jahr 2019 gegenüber 26 Prozent im Jahr 2015).

Beliebt sind Bioprodukte vor allem in der Westschweiz: 53 Prozent der dortigen Bevölkerung gaben 2019 an, diese immer oder meistens zu kaufen, gegenüber 41 Prozent in der italienischen Schweiz und 40 Prozent in der Deutschschweiz. Bioprodukte werden zudem häufiger in städtischen als in ländlichen Gebieten konsumiert (45 Prozent versus 39 Prozent), ebenso nimmt ihr Konsum mit höherem Ausbildungsniveau zu.

Zu der Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik zur Erhebung «Umweltqualität und Umweltverhalten».

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