Etwa 11 Millionen Menschen sterben pro Jahr, weil sie zu viel Süsses, zu viel Fettiges, zu viele Fertigprodukte und zu wenig frisches Obst und Gemüse essen. Die Folgen sind Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes oder auch Krebs. Bio-Lebensmittel gelten nach heutigem Wissen nicht als gesünder als konventionelle, dennoch haben sie viele Vorteile für die KonsumentInnen.

healthy dining salads wraps and bowlsGesunde Ernährung heisst viel Lebensmittel aus dem grünen Bereich - am liebsten biologisch. Bild: Pixabay.

Bio-Produkte sind seltener mit Pestiziden belastet, Bio-Fleischbetriebe weisen zudem weniger antibiotikaresistente Bakterien auf. Hinzu kommt die Bedeutung vom Biolandbau für die Umwelt und auch der Aspekt der artgerechten Tierhaltung. Ausserdem sind Bio-KonsumentInnen tendentiell bewusstere KonsumentInnen, weil sie sich mit der Lebensmittelproduktion auseinandersetzen. Ein Problem dabei ist, dass Bio-Produkte teurer sind als konventionelle. Aufs Jahr hochgerechnet macht es für eine vierköpfige Familie 800 Franken pro Jahr aus, sagt Urs Brändli, der Präsident von Bio Suisse.

Die Preise im Laden widerspiegeln aber nicht die realen Kosten der Produkte. Folgekosten für Umweltzerstörung, Reinigung des Trinkwassers von Pestiziden, Verschwendung oder höhere Gesundheitskosten - zum Beispiel durch Antibiotikaresistenzen - müssten eingerechnet werden. Wenn nur Bio-Produkte verkauft würden, wäre das also insgesamt günstiger für die Gesellschaft, so Claudio Beretta, Food-Waste-Spezialist. 

Zum Artikel und zur Sendung von SRF.

Kommentar von Fausta Borsani

Wer sich Bio ernährt, tut viel für sich, die Gesellschaft und den Planeten, bezahlt aber einen hohen Preis. Können sich Bio also nur die Reichen leisten? Ich meine nein:  Unverarbeitete Lebensmittel, weniger Fleisch und weniger Food-Waste, mit diesen 3 Regeln ist eine Ernährung, die auf Bio basiert, für jeden erschwinglich. Bio sollten sich alle leisten können! Dafür würden wir alle gern auf das Berappen der sogenannten externen Kosten, die vor allem wegen der konventionellen Landwirtschaft anfallen, verzichten. Heute zahlen wir ja alle, ob arm oder reich, für die Reinigung der Umwelt von Pestiziden, für Gesundheitsschäden durch Umweltgifte, für die Gesunddung unserer Gewässer etc. Das müsste doch endlich ändern und das geht nur über den Volkswillen!

Darum: JA zur «Trinkwasserinitiative», JA zur «Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide»

Partner

Ökoportal
oekoportal.de
VELEDES
veledes.ch
AöL
aoel.org
Basel 2030
basel2030.ch
previous arrow
next arrow
Slider
Nach oben