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Zu viel Bio-Milch dank guter Futterqualität

Der Bio-Milchmarkt zeigt sich trotz ausserordentlicher Mehrmengen von rund neun Prozent insgesamt stabil. Bei den zusätzlichen Mengen handelt es sich um ein temporäres Überangebot aufgrund der guten Futterqualität.

Das Ziel ist eine stabile und verlässliche Bio-Milchproduktion. Bild: Pixabay

Die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten entwickelt sich positiv: Im Jahr 2025 nahmen sowohl die Verwertung von Bio-Milch als auch der Absatz von Bio-Milchprodukten mit je einem Plus von rund drei Prozent deutlich zu.

«Die erwarteten Mehrmengen bei der Bio-Milch über einen Zeitraum von rund vier Monaten führen zu keiner zusätzlichen Belastung des konventionellen Milchmarktes», erklärt Jasmin Huser, Produktmanagerin Milch bei Bio Suisse. Diese Einschätzung werde von den Milchabnehmern bestätigt. Die anfallenden Mehrmengen würden durch bio-spezifische Massnahmen bewältigt.

Attraktive und stabile Rahmenbedingungen

Die Branche erachtet den Bio-Milchproduzent:innenpreis weiterhin als marktgerecht. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Anzahl an Bio-Milchbetrieben, der geringen Zahl von Umsteller:innen sowie der abnehmenden Bereitschaft junger Landwirt:innen, in die Milchproduktion einzusteigen, würde eine Preissenkung ein falsches Signal senden. Um mittel- bis langfristig ein kontinuierliches Marktwachstum sicherzustellen, sind attraktive und stabile Rahmenbedingungen in der Bio-Milchproduktion unerlässlich.

Gleichwohl kann es aufgrund der aktuellen Mehrmengen bei einzelnen Milchabnehmern zu platzierungsbedingten Engpässen kommen. Diese belasten die Verarbeitungskapazitäten und können befristete Abzüge, Deklassierungen oder weitere markstützende Massnahmen erforderlich machen.

Gezielte Drosselung empfohlen

Zur Sicherung der bestehenden Marktstabilität und der reibungslosen Verarbeitung empfiehlt die Bio-Milchbranche den Produzent:innen, die Bio-Milchmengen bis zum Sommer gezielt zu drosseln. Eine moderatere Mengenentwicklung soll dazu beitragen, die angespannte Situation rascher zu entschärfen und unnötigen Marktdruck zu vermeiden. Dies liegt gemäss bionetz.ch-Mitglied Bio Suisse im gemeinsamen Interesse von Produzent:innen, Verarbeitern und Marktpartnern und unterstützt das Ziel, für die Bio-Kund:innen auch künftig eine stabile und verlässliche Bio-Milchproduktion zu gewährleisten.

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