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Bio-Umsatz in der Schweiz steigt auf Rekordwert

Der Schweizer Bio-Markt hat sich gemäss Bio Suisse im vergangenen Jahr erneut positiv entwickelt: Die Branche erwirtschaftete 2025 mit einem Zuwachs von 2,8 Prozent einen rekordhohen Umsatz von fast 4,3 Milliarden Franken.

Präsident Urs Brändli und Co-Geschäftsführer Balz Strasser präsentieren ein starkes Bio-Jahr 2025. Bild: zVg

«Bio hat sich etabliert und ist ein immer wichtiger werdender Bestandteil unseres Ernährungssystems», lautet die Bilanz von Bio Suisse. Die Zahl der Knospe-Betriebe lag 2025 bei fast 7500, der Bio-Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche bei 18,4 Prozent. Damit sind beide Werte leicht höher als im Vorjahr, wie Bio Suisse an der Jahresmedienkonferenz in Bern ausführte.

Schweiz seit 2023 Bio-Weltmeisterin

Der gesamte Bio-Handel – Detail- und Fachhandel, Direktvermarktung sowie weitere Absatzkanäle – legten 2025 ein starkes Jahr hin. Die wichtigsten Absatzkanäle bleiben unverändert, Coop mit einem Marktanteil von 43 Prozent und die Migros mit 31 Prozent. Dahinter folgt der übrige Detailhandel, zu dem auch die Discounter gehören, mit einem Marktanteil von 11 Prozent. Das entspricht einem Umsatz von 461 Millionen Franken.

Seit 2023 erreicht die Schweiz mit 12,3 Prozent den weltweit grössten Bio-Marktanteil. Damit festigt sie gemäss bionetz.ch-Mitglied Bio Suisse ihre Position als führende Bio-Nation, sowohl beim Anteil am Warenkorb als auch bei den Pro-Kopf-Ausgaben von 468 Franken.

Fast zwanzig Prozent Bio-Betriebe

Per 31. Dezember 2025 waren 7467 Landwirtschaftsbetriebe Knospe-zertifiziert, 195 mehr als im Vorjahr. Die bewirtschaftete Bio-Fläche lag bei 191 360 Hektaren, einem Anteil von 18,4 Prozent. Fast jeder fünfte Betrieb in der Schweiz wirtschaftet heute biologisch.

Die meisten Neu-Umstellungen stammen aus den Kantonen Bern (+20 Knospe-Höfe), Waadt (+12), St. Gallen und Thurgau (je +11). Mit 64,1 Prozent hat der Kanton Graubünden den grössten Anteil an Bio-Betrieben. Bern bleibt mit total 1389 Betrieben der Kanton mit den meisten Knospe-Höfen.

Beim Marktanteil liegen Bio-Eier mit fast 28 Prozent vorn, dicht gefolgt von Gemüse, Salaten und Kartoffeln (27 Prozent), Brot kommt mit 24,6 Prozent auf Platz drei. Molkereiprodukte kommen auf 14 Prozent Marktanteil.

Mehrwerte für Natur und Gesellschaft

Vertreter:innen des Verbandes gaben am Beispiel ihrer eigenen Landwirtschaftsbetriebe sieben konkrete Beispiele, welche Mehrwerte Bio für Natur, Landwirtschaft und Gesellschaft bringt: Dazu gehören mehr Biodiversität auf den Feldern, weniger Belastung fürs Trinkwasser, lebendige Böden, mehr Klimaschutz, ein effizienterer Einsatz von Energie, eine Landwirtschaft mit Zukunft sowie gesunde Lebensmittel.

Gemäss dem Schweizer Markt- und Sozialforschungsunternehmen Demoscope sind 52 Prozent der Konsument:innen bereit, für diese Mehrwerte von Bio einen höheren Preis zu bezahlen. Sie kaufen täglich oder mehrmals pro Woche Bio-Produkte. Bio Suisse Präsident Urs Brändli zeigte sich erfreut über diese Entwicklung: «Die Konsument:innen wissen: Wenn ich zur Knospe greife, mache ich vieles richtig.»

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