Aktuelle Herausforderungen im Bio-Fachhandel
Wie entstand die Idee für die vitaminreichen Velo-Ladungen vom Öpfelchasper? Wie stärkt die Genossenschaft vielgrün unabhängige Bio-Läden? Und welche Herausforderungen stellen sich im Bio-Fachhandel? Diesen Fragen widmete sich ein Treffen im Rahmen des EU-Projektes InnOFoodLabs.
Im Workshop werden Herausforderungen des Bio-Fachhandels bearbeitet. Bild: FiBL
Im September trafen sich 15 Expert:innen aus dem Schweizer Bio-Fachhandel und weiteren Vertriebskanälen am Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL zum zweiten Treffen von «Bio vernetzt! – Le bio en réseau! – Il bio in rete!». Sie erhielten Einblicke in innovative Geschäftsmodelle und diskutierten gemeinsam die Zukunft des Schweizer Bio-Fachhandels.
Aus der Idee, drei Bio-Suppen am Hauptbahnhof zu verkaufen, entstand vor bald zwanzig Jahren der Öpfelchasper. Heute liefert das Unternehmen wöchentlich 1200 Körbe mit frischen Bio-Früchten und Bio-Gemüse an vier Standorten aus – mit dem Velo direkt ins Büro. Persönlicher Kontakt, Mut und Sorgfalt prägen das erfolgreiche Geschäftsmodell.
Die Genossenschaft vielgrün vereint 65 unabhängige Bio-Läden in der Schweiz. Die Initiative setzt sich für fairen Einkauf, bessere Vernetzung und eine stärkere Stimme des Fachhandels ein. Die Stärke des Bio-Fachhandels liegt in seiner Vielfalt, Individualität, persönlichen Beziehungen und besonderen Produkten. Kleine Geschichten und engagierte Menschen bieten Chancen, sich von der Konkurrenz abzuheben.
Mehrwert stärken
Im Workshop, der von den FiBL-Mitarbeiterinnen Regula Züger und Nina Lamprecht moderiert wurde, tauchten die Teilnehmenden in den Schweizer Bio-Fachhandel ein: Vor welchen Herausforderungen stehen wir da heute? Zwei der brennendsten Fragestellungen wurden dann bearbeitet und Pläne erstellt, um sie gemeinsam anzugehen.
Wie halten wir die Exklusivität von Produkten? Da im Detailhandel mittlerweile eine grosse Bio-Produktpalette angeboten wird, muss der Mehrwert des Bio-Fachhandels gestärkt werden. Ein Weg dazu sind Produkte, die ausschliesslich im Bio-Laden erhältlich sind, und damit Kundschaft anlocken.
Blick auf die Zukunft
Generationenwechsel der Kundschaft und der Bio-Ladner:innen: Wie sehen die neuen Generationen die Rolle des Bio-Fachhandels? Was ist den jungen Gesichtern hinter der Kasse wichtig für ihren Arbeitsort? Was wünscht sich die frische Generation der Konsument:innen vom Bio-Fachhandel? Es muss ein genauer Blick auf die Zukunft geworfen werden.
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