Mit 4500 Fachbesuchern und 472 Ausstellern war die BioSüd in Augsburg eine ausgesprochen lebendige Veranstaltung. Gleich morgens um neun bildeten sich lange Schlangen an den Kassen, bis in den Nachmittag blieben die Gänge voll. «Hier ist die starke Bio-Struktur in Süddeutschland unmittelbar zu spüren und handfest zu erleben», so BioMessen-Veranstalter Wolfram Müller. In intensiven Gesprächen zwischen Ausstellern und den Fachbesuchern aus dem Handel wurden Neuprodukte vorgestellt, Listungsgespräche geführt und persönliche Kontakte gepflegt.

Eine wichtige Funktion erfüllen die BioMessen zunehmend auch als Kommunikationsforum. «Die BioSüd ist nicht nur Plattform für den Naturkostfachhandel in Süddeutschland. Hier lässt sich auch erleben, wie regionale Wertschöpfung und regionales Wirtschaften aussehen können, die wichtige Bestandteile nachhaltiger Konzepte sind», erläutert Elke Röder, Geschäftsführerin Bund Naturkost Naturwaren, Schirmherr der BioMessen.

So besuchten Eckbert Dauer, Ministerialdirigent Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Leiter der Abteilung Ernährung und Markt, sowie Reiner Erben, Umweltreferent der Stadt Augsburg, auf einem gemeinsamen Rundgang Bio-Unternehmen aus Bayern auf der BioSüd. «Regionales Bio liegt mir sowohl in meiner Arbeit als auch privat als Verbraucher sehr am Herzen. Hier in Bayern haben wir in dieser Hinsicht viel zu bieten und ich freue mich, dass es für unsere Erzeuger und Verarbeiter hier in Augsburg diese Präsentationsplattform gibt», stellt Eckbert Dauer fest.

Insgesamt 13'000 Fachbesucher auf BioMessen 2014

Auch Gisela Sengl, agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, nutzte gemeinsam mit weiteren Landtagsabgeordneten und Mitarbeitern ihrer Fraktion die Gelegenheit zum Austausch mit Unternehmen und Verbänden.«Dass die regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Produkten gestärkt werden, ist mir ein wichtiges Anliegen. Die BioSüd leistet einen wichtigen Beitrag wenn es darum geht Angebot und Nachfrage vor Ort zusammenzubringen.» Dass regionales Bio nicht im luftleeren Raum wirtschaftet, wurde in intensiven Gesprächen mit Bio-Akteuren und Verbandsvertretern deutlich, in dem die Besorgnis der Bio-Branche über die Auswirkungen der geplanten Totalrevision der EU-Öko-Verordnung deutlich wurden.

Biomessen 33483 2014BioMessen 2014: Insgesamt 13'000 Fachbesucher (Bild: BioMessen/Lichtraumphotos)

Strenge Zulassungskriterien als Erfolgsgeheimnis

Das Erfolgsgeheimnis der BioMessen ist nicht zuletzt die konsequente Ausrichtung auf den qualitätsorientierten Bio-Fachhandel. Auf allen vier Veranstaltungen finden Händler einen umfassenden Angebotsüberblick. «Dank strenger Zulassungskriterien in Sachen Bio, Ökologie und Nachhaltigkeit, die sich an den Sortimentskriterien des Schirmherren BNN orientieren, soll sich der Handel darauf verlassen können, dass das gesamte Angebot in seiner Qualität wirklich die Profilierung des Bio-Fachhandels gegen die wachsweiche Nachhaltigkeit vieler konventioneller Anbieter dient», erläutert BioMessen Veranstalter Matthias Deppe.

Entsprechend präsentierten sich auf der BioSüd die Anbauverbände BioKreis, Bioland, Demeter und Naturland mit zahlreichen Mitgliedsunternehmen. Sie wirtschaften in vieler Hinsicht nach strengeren Kriterien, als die EU-Öko-Verordnung vorschreibt. Auch im Messebetrieb selber setzen die Veranstalter auf Nachhaltigkeit, zum Beispiel mit einem innovativen Projekt zur Klimaneutralität, bei dem die Kompensation der Emissionen nicht durch anonyme Zertifikate stattfindet, sondern durch Humusaufbau auf heimischen Bio-Höfen.

Ein weiterer fester Bestandteil der BioSüd beziehungsweise der BioMessen ist die Sonderfläche ReformWelt. «Die Reformhäuser sind bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert Anlaufstellen für für ganzheitliche Qualität. Damit stehen sie auf den BioMessen für eine lange Tradition gelebter Nachhaltigkeit im qualitätsorientierten Fachhandel», beschreibt Rainer Plum, Vorstand der Reformhaus eG, die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die BioSüd bildete den Abschluss des BioMessen Quartetts. 2014 erreichten BioWest, BioOst, BioNord und BioSüd insgesamt 13.000 Fachbesucher bundesweit.

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