Migros, Coop, Spar & Co. verkaufen Import-Schweinefleisch aus tierquälerischer Haltung und umgehen das Tierschutzgesetz.

Jedes Jahr werden über 10 Mio kg ausländisches Schweinefleisch und –Produkte in die Schweiz importiert. Vor allem aus Deutschland und Italien. KAGfreiland, die schweiz. Nutztierschutz-Organisation, hat in einem deutschen Beispielbetrieb einen Film gedreht. Wer in der Schweiz seine Schweine so halten würde, müsste mit einer Gefängnisstrafe und einem Haltungsverbot rechnen.

Das meist billige Fleisch aus tierquälerischer Haltung wird vor allem in Grossverteilern und Gastromärkten verkauft und in unzähligen Restaurants aufgetischt. Auch Migros, Coop und Spar führen dieses Import-Schweinefleisch im Sortiment. Sie missachten damit ihr schriftlich formuliertes und öffentlich kommuniziertes Bekenntnis zum Tierschutz. Darüber hinaus dürfte diese Praxis einen Verstoss gegen das im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb festgeschriebene Täuschungsverbot darstellen. KAGfreiland fordert einen sofortigen Importstopp von Schweinefleisch aus tierquälerischer Haltung.

KAGfreiland hat in einem zertifizierten deutschen Standardbetrieb gefilmt. Aus solchen Betrieben stammt Schweinefleisch für den Schweizer Markt. Die Bilder sind schockierend. Muttersauen sind einzeln in enge Metallkäfige eingesperrt, in denen sie sich kaum bewegen können. Die Ferkel werden ohne Betäubung kastriert und der Schwanz wird abgeschnitten. Eine solche Tierhaltung ist in der Schweiz verboten.

KAGfreiland hat die Schweizer Grossverteiler, Gastromärkte und Fleischverarbeiter, die mit ausländischem Schweinefleisch geschäften, zweimal auf diese schlimme Tierhaltung hingewiesen. Nichts geschah. Der Schweizer Fleischverband verweigerte gar das Gespräch.

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