Frauen in der Landwirtschaft: sichtbar, stark, selbstbewusst
Die UNO hat 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerin erklärt. Ziele davon sind unter anderem, die zentrale Rolle von Frauen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen, deren Leistungen für Ernährungssicherheit und ländliche Entwicklung zu würdigen und strukturelle Hindernisse zu bekämpfen.
Das IYWF will die zentrale Rolle der Frauen in Landwirtschaft und Ernährung sichtbar machen. Bild: zVg
Bäuerinnen tragen Verantwortung für Menschen, Tiere, Natur und die Zukunft unserer Ernährung. Doch ihr Engagement und ihre Leistungen bleiben oft im Hintergrund. Im laufenden Jahr stehen die Frauen der Landwirtschaft nun dank des International Year of Woman Farmer 2026 (IYWF) weltweit im Fokus.
Auch in der Schweiz übernehmen Bäuerinnen immer mehr Verantwortung und unterstützen sich gegenseitig: Sie führen Betriebe allein oder gemeinsam mit ihren Partner:innen, arbeiten auf dem Bauernhof, im Haushalt, erziehen Kinder, betreuen Angehörige, engagieren sich politisch oder gehen zusätzlich einer Erwerbstätigkeit ausserhalb des Hofes nach.
Verändertes Selbstverständnis
Noch immer sehen viele Bäuerinnen in der Schweiz ihre Aufgabe zwar in einer traditionellen Rollenverteilung. Doch dieses Bild gerät in Bewegung, das Selbstverständnis der Frauen verändert sich, wie eine Umfrage von 2022 vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zeigt: Frauen in der Landwirtschaft waren lange das Rückgrat im Hintergrund – heute werden sie sichtbarer, selbstbewusster und stärker.
Das Internationale Jahr der Bäuerin soll auch hierzulande dazu dienen, um Frauen in der landwirtschaftlichen Praxis zu fördern, sie zu vernetzen und zur Mitwirkung in der Branche zu motivieren. Dazu wird unter anderem am 6. November eine Netzwerktagung in Aarau stattfinden.
Steigende Herausforderungen
Mit der wachsenden Verantwortung steigen auch die Herausforderungen. Arbeit und Familie lassen sich kaum trennen. Wie ein SRF-Beitrag zeigt, bieten Gesprächskreise für Frauen aus der Landwirtschaft einen geschützten Raum, um gehört zu werden, sich verstanden zu fühlen und gemeinsam Lösungsansätze für den Alltag zu entwickeln.
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