Verschiedene Medien berichteten diese Woche über behördliche Untersuchungen zu den Bio-Legehennen-Verstössen in Niedersachen. Eine der Fragestellungen ist dabei die Rolle der Zertifizierungsstelle IMO (Institut für Marktökologie) und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Eine Stellungnahme seitens IMO steht derzeit noch aus.

Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet, hat das Landwirtschafts- und Verbraucherministerium in Hannover vorgeschlagen, dem Institut für Marktökologie (IMO) mit Sitz im Schweizerischen Weinfelden bzw. der deutschen Tochterfirma in Konstanz, die Zulassung als Bio-Kontrollstelle zu entziehen. Nun sollen empfindliche Konsequenzen für beteiligte Kontrollstellen gezogen werden.

Laut den bisher vorliegenden Untersuchungen waren in mehreren Bio-Ställen zu viele Legehennen gehalten worden. Eier wurden mit dem Bio- oder Freiland-Stempel gekennzeichnet, obwohl die Betriebe gegen die entsprechenden Haltungsbedingungen verstossen hatten. Das Land hat nach Angaben einer Sprecherin des zuständigen Ministeriums beantragt, mindestens einem Prüfinstitut seine Zulassung zu entziehen. Auch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sei in das Verfahren eingeschaltet worden. Die Zweifel an der Zuverlässigkeit dieses Unternehmens bezögen sich auf eine Vielzahl detaillierter Mängel und Versäumnisse in der Ökokontrolle. So sei es bei den Kontrollen zu massiven Fehlern gekommen. Dadurch habe es Falschzulassung von Betrieben gegeben, die unberechtigterweise als Ökobetriebe deklariert waren. Auch hätten die Prüfer Überbelegungen in den Hühnerställen toleriert oder erst gar nicht geprüft, sagte die Ministeriums-Sprecherin weiter.

bionetz.ch-Kontakt: Peter Jossi

Quellen: BioHandelbio-markt.info 

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