Die Schweizer Bevölkerung hat am 9. Mai die Ressourcen verbraucht, die ihr für das ganze Jahr 2014 zustehen würden. Mittlerweile wären 2,8 Planeten nötig, um die Bedürfnisse der Schweiz zu stillen.

Die Schweiz lebt seit dem 9. Mai 2014 «auf Pump». Das heisst: Sie hat jenen Teil der natürlich vorhandenen Ressourcen verbraucht, welche ihr die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. Die Grundlagen zur Berechnung dieses Schweizer Overshoot Day stammen vom «Global Footprint Network», einer Partnerorganisation des WWF.

2,8 Planeten für den Schweizer Life Style

Wenn alle so leben würden wie wir Schweizerinnen und Schweizer, dann wären 2,8 Planeten notwendig, um unseren Ressourcenbedarf zu decken. Unsere Umweltbelastungen entstehen dabei vor allem durch den allgemeinen Konsum (31%), durch die Ernährung (28%), das Wohnen (19%) und die private Mobilität (12%, siehe Grafik).

«Unseren ökologischen Fussabdruck können wir durch umweltgerechtes Verhalten aber senken», sagt Jennifer Zimmermann, Projektleiterin Konsum beim WWF Schweiz. Zum Beispiel, indem wir unseren Fleischkonsum reduzieren, für die Mobilität auf Zug, Tram und Bus setzen und beim Ersatz eines elektrischen Gerätes nur das effizienteste kaufen.Wer wissen will, in welchem Lebensbereich er auf zu grossem Fuss lebt, kann dies mit dem WWF-Footprint-Rechner einfach berechnen (wwf.ch/footprint) und erhält gleich noch persönlich zugeschnittene Tipps für einen kleineren Fussabdruck.

Vielmehr noch braucht es aber die Wirtschaft und die Politik für einen nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen. Um das Ziel einer ökologisch verträglichen Wirtschaft zu erreichen, muss das Parlament im Rahmen der Vorlage zur Grünen Wirtschaft nun die Chance nutzen und die Grundlagen für wirkungsvolle Massnahmen für einen effizienteren Umgang mit den in- und ausländischen Ressourcen schaffen.

Quelle und weitere Informationen:

 

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