Wie Britta Klein von aid mitteilt, wurde der klärende Satz (unten fett/kursiv) eingefügt, womit sich die von Franz Ruetz angegebene Grössenordnung bestätigt. Im folgenden geben wir nochmals die ganze aid-Meldung wieder.

(aid) - Im ersten Halbjahr 2011 ist der Umsatz von Bioprodukten im Lebensmitteleinzelhandel nach Zahlen des Medienunternehmens Nielsen inklusive der Drogeriemärkte um knapp zehn Prozent auf gut 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Dies bezieht sich auf ausgewählte Warengruppen, Frischeprodukte sind hier nicht enthalten. Besonders im Vergleich mit den konkurrierenden konventionellen Lebensmitteln ist diese Steigerung bemerkenswert: Diese legten im Umsatz lediglich um zwei Prozent zu, während bei den abgesetzten Mengen sogar leichte Verluste hingenommen werden mussten.

Ein Teil des Wachstums hängt mit dem erneuten Ausbau des Bio-Sortimentes im Discountbereich zusammen. Gut ein Drittel der abgesetzten Mengen läuft derzeit über die Discounter. Doch auch im klassischen Lebensmitteleinzelhandel und in den Drogeriemärkten erreichten Bioprodukte teilweise zweistellige Wachstumsraten.

Ausnahmen waren nur das umsatzstärkste Segment Babynahrung, sowie Bio-Tiefkühlkost und Gesundheits- und Fitnessprodukte. Alle anderen Bio-Warengruppen konnten ihre Umsatzanteile ausbauen. Die Bio-Varianten in den Milchproduktregalen sowie bei Trockenfertigprodukten (Plätze 2 und 3 bei den Umsatzanteilen im Biomarkt) erzielten Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich. Auch Bio-Getränke entwickelten sich insgesamt sehr gut.

Die wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung der Bio-Käufer bleiben laut des Ökobarometers 2010 die Umweltbilanz in der gesamten Lebensmittel-Wertschöpfungskette, der Tierschutz, eine geringe Schadstoffbelastung sowie die regionale Herkunft bzw. die Unterstützung regionaler Betriebe. Mehr als 80 Prozent der befragten Biokäufer finden es darüber hinaus wichtig, dass Bio-Lebensmittel weniger Zusatz-und Verarbeitungshilfsstoffe beinhalten.

Britta Klein, www.aid.de

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