Die offizielle Schweizer Landwirtschaftspolitik setzt seit langem auf ökologischen und sozialen Mehrwert. In verstärkem Mass erfolgt dies im Rahmen der aktuellen Neuausrichtung der Direktzahlungen. Konsequenterweise setzt sich der Schweizer Bundesrat (Regierung) nun auch am UNO-Erdgipfel in Rio für diese Zielsetzung ein und damit für praxiserprobte Lösungsansätze, wie sie etwa von Biovision und natürlich auch dem FiBL seit langem erarbeitet werden.

Die Biolandwirtschaft bietet viele zeitgemässe Antworten auf brennende Fragen, wie dies der FiBL-Direktor Urs Niggli basierend auf der mittlerweile jahrzehntelangen Forschung der FiBL-Fachleute auf eindrückliche Weise gegenüber den Medien dokumentiert. Als eine auf vorhandene und erneuerbare Ressourcen orientierte Methode, bietet die Biolandwirtschaft eine umso bessere Perspektive, als sie es auch versteht, die nachgelagerten Verarbeitung und Vermarktung zu integrieren.

Bio-Knowhow selbstbewusst kommunizieren

Ende Februar kommentierte Matthias Wiesmann ein Interview der "NZZ am Sonntag" zur Biothematik. Im Interview machte eine gewisse Nina Fedoroff - Pflanzenbiologin und Präsidentin der AAAS, „der grössten Wissenschaftsgesellschaft der Welt“ - pauschale Aussagen über die Biomethode bei gleichzeitiger Propagierung den GVO-Anbaus. Diese Aussagen sind im Licht der aktuellen Entwicklungen zu sehen, etwa der gegenseitigen Anerkennung der gesetzlichen Bioanforderungen zwischen der Schweiz EU und den USA, dem Ausbau der Biolandwirtschaft, die Etablierung der Biolandwirtschaft als offiziell geförderte Methode - und die immer grössere Ernüchterung über die für die Welternährung fraglichen Erfolge des ressourcenintensiven GVO-Anbaus.

Dass in dieser Situation auch gezielte Kampagnen fern jeglicher wissenschaftlicher Ausgewogenheit gefahren werden, ist zu erwarten. Zu wünschen wäre jedoch, dass sich die Wissenschaftsredaktion einer "NZZ am Sonntag" nicht einfach dafür instrumentalisieren liesse.

Vielen Dank auch an alle, die sich an der Debatte beteiligt haben und dies weiterhin tun!

Peter Jossi

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