Bio Suisse tritt internationaler Bio-Allianz bei
Bio Suisse, Biopark und der Verbund Ökohöfe werden neue Mitglieder der Bio-Allianz. Das hat der Vorstand des Bio-Allianz e.V. einstimmig beschlossen. Mit der Erweiterung setzt die Bio-Allianz ein Zeichen für eine verstärkte Zusammenarbeit in der Bio-Branche.
Vorstand und Delegierte der Bio-Allianz anlässlich der ersten Delegiertenversammlung. Bild: Bioland
Mit Bio Suisse tritt die führende Bio-Organisation der Schweiz und Eigentümerin der Marke Knospe der Bio-Allianz bei, mit Biopark und dem Verbund Ökohöfe zwei starke, gewachsene Strukturen in Deutschland, wie Bio Suisse per Communiqué mitteilt.
Enge Zusammenarbeit
«Wir brauchen die enge Zusammenarbeit der Bio-Anbauverbände im engen Raum mit vergleichbaren Marktbedingungen auch über Ländergrenzen hinweg, um den Herausforderungen eines sich dynamisierenden Marktes begegnen zu können», verkünden die Vorstände der Bio-Allianz in einem gemeinsamen Statement. «Die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Rohwarenmanagement, Qualitätssicherung und Vermarktung soll sichere sowie kostengünstigere Prozesse ermöglichen und dabei helfen, die wirtschaftliche Basis unserer Betriebe abzusichern.»
Die Aufnahme der drei Organisationen erfolgt in einer Phase, in der sich die Marktbedingungen für ökologische Produkte im DACH-Raum (in Deutschland, Österreich und der Schweiz) dynamisch entwickeln, phasenweise Knappheiten auftreten und landwirtschaftliche Betriebe zugleich vor wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. «Vor diesem Hintergrund gewinnt das gemeinsame Agieren immer mehr an Bedeutung», heisst es in der Medienmitteilung von bionetz.ch-Mitglied Bio Suisse weiter.
Bündelung der Kräfte
Die in der Bio-Allianz vertretenen Verbände möchten ihre Kräfte vor allem in wirtschaftlichen Belangen bündeln. Ein zentraler Pfeiler der Kooperation ist ein gemeinsames Management der Rohwaren. Damit will die Bio-Allianz die sehr unterschiedlichen Märkte besser mit Bio-Waren versorgen. Dafür sollen etwa die Qualitätssicherungen vereinheitlicht, die Verbandsstandards angeglichen und die überregionalen Strukturen gestärkt werden.
Zu den Zielsetzungen der Bio-Allianz gehören unter anderem die folgenden Punkte: Ökologische Rohwaren in Verbandsqualität zu vermarkten, in Wert zu setzen und eine noch grössere Versorgungssicherheit zu etablieren. Damit dies gelingt, sollen die Richtlinien zum Teil harmonisiert werden, ohne die Identitäten der einzelnen Verbände aufzugeben.
Sieben Gründungsmitglieder
Die Bio-Allianz wurde am 10. Juni 2025 gegründet. Zu den sieben Gründungsmitgliedern gehören Bioland, Bio Austria, Biokreis, Bioland Südtirol, Biolandwirtschaft Ennstal, Gäa und Demeter Österreich.
Am 10. November 2025 wurde an der ersten Delegiertenversammlung der interimsmässige Gründungsvorstand des Verein bestätigt, mit dem Vorsitzenden Jan Plagge von Bioland, der stellvertretenden Vorsitzenden Barbara Riegler von Bio Austria sowie den Vorstandsmitgliedern Thorsten Block von Biokreis, Ulrich Gamper von Bioland Südtirol und Georg Gerharter von Biolandwirtschaft Ennstal.
Biopark e.V. ist ein ökologischer Anbauverband mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern. Mit über 500 Mitgliedsbetrieben in 15 Bundesländern zählt Biopark zu den bedeutendsten Bio-Verbänden Deutschlands. Der Verbund Ökohöfe e.V. ist ein kleinerer Bio-Anbauverband, der schwerpunktmässig in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen aktiv ist. Seine Bio-Richtlinien sind strenger als jene der EU.
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