Drei Rappen mehr für Bio-Milch
Trockenheit, Futterknappheit und daraus resultierende Ernteverluste belasten die wirtschaftliche Situation vieler Bio-Betriebe. Vor diesem Hintergrund wird der Produzent:innenpreis für Bio-Milch per 1. Oktober um drei Rappen pro Kilogramm erhöht.
Bio Suisse will einen weiteren Abbau des Milchkuhbestands verhindern. Bild: LID
Die ausserordentlichen Wetterbedingungen stellen die Bio-Milchproduzent:innen vor grosse Herausforderungen. Gleichzeitig liegen die Bio-Milcheinlieferungen zur Jahresmitte unter dem Vorjahresniveau. Mit der Erhöhung des Produzent:innenpreises für Bio-Milch sollen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Bio-Milchproduktion verbessert und ein weiterer Abbau des Milchkuhbestands verhindert werden, wie Bio Suisse per Medienmitteilung mitteilt.
Signal für die Bio-Milchproduktion
Die rückläufigen Einlieferungsmengen und die geringe Zahl an Umstellbetrieben zeigen, dass die Weiterentwicklung des Bio-Milchmarktes vor Herausforderungen steht. Umso wichtiger ist es gemäss dem Verband der Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern, die bestehenden Bio-Milchproduzent:innen langfristig im Markt zu halten und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Mit der Anpassung per 1. Oktober soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die Mehrbelastungen auf den Betrieben abzufedern und die Produktion von hochwertiger Bio-Milch nachhaltig zu sichern.
Neben einer angemessenen Preisgestaltung bleiben Deklassierungsmassnahmen und die Absatzförderung am Point of Sale wichtige Instrumente, um Marktschwankungen gezielt abzufedern. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Bio-Milchmarkt werden neben der Bio-Milchpreiserhöhung auch die Deklassierungsregelungen von Marktpartnern der aktuellen Situation angepasst.
Stabilität des Bio-Milchmarktes stärken
Ziel ist es, die verfügbaren Instrumente möglichst wirksam einzusetzen und damit die Stabilität des Bio-Milchmarktes zu stärken. Mit der Erhöhung des Produzent:innenpreises um drei Rappen pro Kilogramm ab dem 1. Oktober 2026 wird gemäss Bio Suisse ein «konkreter Schritt zur Stärkung der Bio-Milchproduktion und zur Sicherung ihrer langfristigen Perspektiven» gemacht.
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